Progressive Muskelrelaxation für Kinder (PMR)
Progressive Muskelentspannung gehört zu den klassischen Entspannungsformen.
Durch die gezielte Anspannung und die nachfolgende Lockerung von bestimmten Muskelgruppen kommt es zu sofortigen Entspannungsempfindungen w.z.B. ein Gefühl von Wärme und Gelöstheit.. Nach einiger Zeit erkennen Kinder auch ohne Anspannungsphase, welche Muskeln verhärtet oder angespannt sind und können sie je nach Bedarf entspannen. Stress, Überforderung und Ängste führen zu körperlicher Anspannung, gezielte Entspannung kann dazu beitragen ein Problem entkrampfter anzugehen.
Progressive Muskelentspannung hilft den Kindern auch mehr Körpergefühl aufzubauen, ihre Wahrnehmungsfähigkeit und ihre Akzeptanz dem eigenen Körper gegenüber zu erhöhen.
Autogenes Training für Kinder
Autogenes Training wurde von J.H.Schultz in den 20er Jahren für Erwachsene und Jugendliche entwickelt und gehört heute zu den klassischen Entspannungsverfahren. In den 60er Jahren wurde es auch immer populärer Autogenes Training für Kinder anzubieten.
Das Kind erfährt, dass es seinen Körper durch Gedanken selbst beeinflussen und steuern kann, dies stärkt zusätzlich sein Selbstbewusstsein.
In meinem Kurs lernen die Kinder 3 Übungen (Ruhe-,Schwere- und Wärme-Übung )des Autogenen Trainings kennen. Diese werden in eine Phantasiegeschichte eingebettet. Im anschließendem Gespräch und beim Malen werden ihre neuen Erfahrungen verarbeitet und in die Realität transferiert.
Phantasiereisen
Phantasiereisen können Kindern helfen ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse intensiver wahrzunehmen.
Ihre Phantasie holt ihre Gefühle, Wünsche und Bedürfnisse aus ihrem Unterbewusstsein und macht sie zu Bildern und Geschichten. Anschließende Gespräche transferieren sie in die Gegenwart und lässt sie in den Alltag einfließen.
In ihrer Phantasie fällt es vielen Kindern leichter für ihre Probleme Lösungen zu finden und sie damit zu bewältigen.
Phantasie hilft den Kindern ihre sinnlichen und emotionalen Fähigkeiten zu erweitern. Sie lernen sich selbst, ihre Umwelt, ihre Mitmenschen und die Natur besser wahrzunehmen.
Progressive Muskelrelaxation
Progressive Muskelentspannung geht auf den Arzt und Wissenschaftler EDMUND JACOBSEN zurück.Er beschäftigte sich mit der Funktionsweise der Muskulatur.Hierbei kam er zu der Erkenntnis, das eine angespannte Muskulatur im Zusammenhang mit innere Unruhe, Stress und/oder Angst steht. Die Psyche nimmt also Einfluss auf unseren Körper. Umgekehrt können aber auch körperliche Veränderungen wiederum Änderungen im psychischen Befinden hervorrufen.
Entspanne ich meinen Körper/ Muskulatur, so kann ich eine psychische Entspannung hervorrufen. Ein zunehmendes Ruhegefühl bewirkt seinerseits eine zunehmende Muskulaturentspannung. Ein Kreislauf entsteht.
EDMUND JACOBSEN beobachtete, das nach einer kurzen Anspannung einerMuskelgruppe mit der Zeit eine vertiefte Entspannung erfolgt.
Die „Progressive Relaxation“ (voranschreitende Entspannung) war geboren.
Bei der Progressiven Muskelentspannung geht es also um:
Entspannung durch Anspannung
Folgende Muskelgruppen werden angesprochen:
-dominante und nicht dominante Hand
-Unterarme
-Oberarme
-Schulter
-Rücken
-Nacken/ Hals
-Stirn
-Augenpartie
-Obere Wangenpartie und Nase
-Untere Wangenpartie und Kiefer
-Brust
-Bauch
-Oberschenkel
-Unterschenkel
-Füße
Anfangs sollte man in ruhigen störungsfreien Situationen üben. Es kann in Sitz- oder in Liegeposition geübt werden. Zu Beginn ist die Regelmäßigkeit von großer Bedeutung, am besten täglich.
Durch regelmäßiges Üben können folgende körperliche Veränderungen und/ oder positive Wirkungen erzielt werden:
-Verlangsamung und Gleichmäßigkeit der Atmung
-Verminderung des Sauerstoffverbrauchs
-Absinken der Herzfrequenz
-Absinken des Blutdrucks (wichtig bei erhöhten Blutdruck)
-Entspannung der Skelettmuskulatur
-Veränderungen der elektrischen Hirntätigkeit
-Positive Wirkung auf das Herz- Kreislauf- System
-Verbesserter Heilungsverlauf bei Herz- Kreislauf- Erkrankungen
-Stärkung des Immunsystems
-Besserung bei vegetativen Beschwerden ( Spannungskopfschmerz, nervöse Magen-, Darmbeschwerden...)
-Abbau von Angst
Autogenes Training
Autogenes Training wurde von Dr. J.H. Schultz entwickelt.Es ist eine Entspannungstechnik die auf Autosuggestion basiert. Sie besteht aus mehreren leicht zu erlernenden Übungen:Ruhe-Übung
Schwere-Übung
Wärme-Übung
Atem-Übung
Herz-Übung
Sonnengeflecht-Übung
Kopf-Übung
Autogenes Training kann sowohl im Sitzen ( Droschkenkutscher-Haltung ), wie auch im Liegen durchgeführt werden.
Mit zunehmendem Training verstärkt sich die Wirkung der einzelnen Übungen, so dass ein erfahrener Anwender in kurzer Zeit eine tiefe Entspannung hervorrufen kann.
Heute wird Autogenes Training häufig bei
Stress
Nervosität
Schlafstörungen
Psychosomatischen Beschwerden z.B. Kopfschmerzen, Verdauungsbeschwerden,
Bluthochdruck usw. eingesetzt.